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Ausbildungsstart

Mit dem ersten Tag der Ausbildung beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen. Wer hierbei guten Willen zeigt, mitdenkt, engagiert ist und sich reinhängt, hat beste Chancen auf einen Erfolg versprechenden Einstieg. Viel Glück dabei!

Die Startvorbereitung:

Der erste Tag

Am ersten Ausbildungstag sollte man einiges dabei haben:

-  Lohnsteuerkarte (sofern noch nicht im Betrieb vorab abgegeben),

-  Mitgliedsbestätigung der Krankenkasse (einige Krankenkasse senden diese nach Information auch direkt an den Betrieb),

-  Sozialversicherungsausweis,

-  Fotokopie des Abschlusszeugnisses, falls dieses bei Vertragsabschluss noch nicht vorlag,

Und damit sollte man am ersten Tag rechnen:

-  Begrüßung durch den Inhaber/Geschäftsführer/-in oder Ausbilder/-in

-  Erläuterung der Arbeitszeiten und des allgemeinen Betriebsablaufs sowie Pausenregelungen

-  Aushändigen des Berichtsheftes, Erläuterungen zum Führen des Berichtsheftes

-  Erklärungen zu Unfallverhütungsvorschriften, zur Benutzung von Schutzkleidung

-  Rundgang durch den Betrieb und Vorstellen der Kollegen

-  Begleitung zum Ausbildungsplatz

-  Einweisung in die ersten Aufgaben der Ausbildung und den Arbeitsplatz, Aushändigung von Arbeitsmitteln, Beschreibung und Einführung in die Tätigkeiten und Arbeitsabläufe, Einweisung in die Bedienung und Handhabung von Maschinen und Geräten.

 

Benimmtipps für den Einstieg:

-  Zeigen, dass einem das Unternehmen und die Ausbildung interessieren und dass man Eigeninitiative besitzt und vor allem lernwillig ist.

-  Sollte mal was unklar sein: Nachfragen. Woher soll man es auch können.

-  Nicht von Fehlern entmutigen lassen, davon lernen.

-  Alles, was man neu lernt und einem für das Berufsleben besser qualifiziert, bedeutet persönlichen Fortschritt. Daran sollte man arbeiten. Dazu gehören gleichfalls Aufgaben und Tätigkeiten, die an das eigene Berufsfeld angrenzen.

- Keine Enttäuschung, wenn man zunächst eher einfachere Aufgaben übertragen bekommt. Wenn man diese sicher beherrscht, geht's weiter und die Verantwortung wächst.

- Kollegen und Ausbilder direkt ansprechen und auch um Feedback bitten, wenn es nicht automatisch kommt. Selbst schätzt man seine Leistungen selten objektiv ein.

 

Probezeit

Im Ausbildungsvertrag wird fast immer eine Probezeit von mindestens einem und maximal drei Monaten vereinbart. Die Probezeit dient dazu, herauszufinden, ob einem der Ausbildungsberuf und auch der Betrieb liegen. Andererseits dient sie dem Ausbildungsbetrieb dazu, die Eignung für den Ausbildungsberuf zu überprüfen. Kommt eine der beiden Parteien während der Probezeit zu dem Schluss, dass es besser sei das Ausbildungsverhältnis nicht fortzuführen, so ist eine Vertragskündigung ohne Angaben von Gründen möglich.

Vorsicht: Auf keinen Fall das Handtuch schmeißen, bloß weil am Anfang mal was nicht so glatt läuft. Kleinere Startschwierigkeiten hat fast jeder. Mit etwas Ausdauer, Spaß, Diplomatie, Verständnis und gutem Willen, löst man die meisten Probleme.

Zwischenprüfung

Damit Berufsschule und Betrieb einen Überblick über den Leistungsstand erhalten, ist eine Zwischenprüfung vorgeschrieben. Inhalt und Zeitraum der Zwischenprüfung sind in der Ausbildungsordnung festgelegt. Das Ablegen der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung (Gesellenprüfung). In zahlreichen Ausbildungsberufen fließt das Ergebnis der Zwischenprüfung bereits in die Abschlussprüfung mit ein (gestreckte Prüfung).

 

Gesellenprüfung

Am Ende der Ausbildung steht die Gesellenprüfung. Mit der Gesellenprüfung wird festgestellt, ob man sämtliche für den Ausbildungsberuf erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse gemäß Ausbildungsordnung erworben hat. Die Prüfung enthält praktische und theoretische Anteile. Einige Ausbildungsordnungen sehen zusätzlich eine mündliche Prüfung vor.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer seine Ausbildungszeit absolviert hat oder diese spätestens zwei Monate nach dem Prüfungstermin beenden wird. Weitere Teilnahmevoraussetzungen sind die absolvierte Zwischenprüfung und ein ordnungsgemäß geführtes Berichtsheft. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die vorzeitige Zulassung zur Prüfung möglich. Weitere Informationen zur Gesellenprüfung und Möglichkeiten diese bei entsprechenden Leistungen in Betrieb und Schule vorzuverlegen, erhält man bei seinen Ausbildern oder direkt bei der Ausbildungsberatung der Handwerkskammer.