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Bewerbung

Bei der Bewerbung kommt es vor allem darauf an, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen und gleichzeitig davon zu überzeugen, genau die oder der Richtig für die zu vergebende Ausbildungsstelle zu sein. Wem das gelingt, hat die Einladung zum Gespräch quasi im Briefkasten. Ein wenig Glück, gutes Timing und ein wenig Geduld gehören selbstverständlich auch noch dazu.

Tipp: Die Bewerbung ist eine höchst individuelle Angelegenheit zwischen Bewerber/in und Betrieb. Und genau dies sollte man sich immer mal wieder vor Augen halten. Serienbriefe, Standardanschreiben, Lücken im Lebenslauf oder Unwahrheiten sind damit von vornherein Tabu. Diese sind weder Papier noch Mühe wert. Auf die Klasse kommt es an, nicht auf die Masse!

Betriebe möchten im Anschreiben der Bewerbung bereits erkennen, dass dies auf den gewünschten Beruf und das jeweilige Unternehmen individuell zugeschnitten ist. Daher muss hier bereits überzeugend klar gestellt werden, warum man sich gerade bei dem jeweiligen Betrieb bewirbt und warum man der Meinung ist, dass der Beruf gut zu einem passt.

Unabhängig davon, auf welche Quellen man seine Bewerbung stützt, die Individualität des Anschreibens steht im Vordergrund. Sobald der Adressat das Gefühl vermittelt bekommt, die vorliegende Bewerbung sei mit viel Mühe und Überlegung entstanden, hat man die erste Hürde gemeistert.

Neben einer individuellen, fehlerfreien und sauberen Bewerbungsmappe zählt ebenfalls der Zeitpunkt, an dem diese im Unternehmen eingeht. Bei Stellenausschreibung sollte man in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen seine Bewerbung verschickt haben.

Checklisten für die Praxis und den erfolgreichen Start in die Ausbildung.

 

Deckblatt

Wer möchte, kann ein zusätzliches Deckblatt für seine Bewerbungsunterlagen gestalten. Diese erste Seite gehört nicht zwingend zu einer Bewerbungsmappe, macht aber einen guten Eindruck. Auf dieses Deckblatt gehören: Bewerbungsfoto, Name und Anschrift sowie die Bezeichnung der Ausbildungsstelle, auf die man sich bewirbt.

 

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist vergleichbar mit einer Visitenkarte. Sowohl inhaltlich wie auch formal muss dieses einwandfrei sein.

Das Anschreiben sollte folgendes beantworten:

-  wer man ist (Alter, derzeitiger Schulbesuch etc.),

-  warum man sich für den Ausbildungsberuf entschieden hat,

-  welche Qualifikationen man besitzt - möglichst im Zusammenhang mit dem Beruf (Teamfähigkeit, Engagement, etc. gehören auch dazu)

-  warum man sich gerade bei diesem Unternehmen bewirbt,

-  wann man seine Schulausbildung beenden wird.

Die äußere Form:

-  weißes DIN-A4 Papier,

-  einwandfreie Farbpatronen im Drucker,

-  nicht mehr als eine Seite Anschreiben,

-  Text durch Absätze sauber gliedern und strukturieren,

-  auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik achten; fehlerfreie Bewerbungsmappe; Anschreiben von Eltern, Freunden oder Lehrern korrigieren lassen,

-  darauf achten, dass das Papier keine Eselsohren, Knicke oder Flecken aufweist,

-  keine Korrekturflecken mit Tipp-Ex oder ähnlichem verursachen,

-  mit vollständigem Namen unterschreiben,

-  Anschreiben immer nur für eine Bewerbung verwenden. Kopien sind tabu.

-  Kontrollieren, dass die Firmenadresse in dem Anschreiben mit der auf dem Briefumschlag übereinstimmt.

-  Korrektes Porto!

 

Lebenslauf

Neben dem Anschreiben ist der Lebenslauf der wichtigste Bestandteil einer erfolgreichen Bewerbung.

Er gibt dem Ausbildungsbetrieb einen schnellen Überblick über den bisherigen Werdegang. Der Lebenslauf sollte daher möglichst auf einer Seite tabellarisch gegliedert sein und folgende Angaben enthalten:

-  Vor- und Zuname

-  Geburtsdatum

-  Geburtsort

-  Anschrift mit Telefonnummer und ggfs. eMail-Adresse

-  Staatsangehörigkeit

-  Familienstand

-  Eltern

-  Schulausbildung

-  Schulabschluss

-  Praktika

-  Hobbys/Interessen/besondere Kenntnisse

-  Ort, aktuelles Datum

-  Unterschrift

 

Zeugnisse und Bescheinigungen

Kopien der aktuellen Schulzeugnisse gehören zu einer vollständigen Bewerbungsmappe unbedingt dazu. Wenn man noch kein Abschlusszeugnis erhalten hat, sollte die Kopie des letzten Versetzungszeugnisses beigefügt werden. Manchmal werden auch die letzten zwei Zeugnisse verlangt.

Der Bewerbung niemals Originale, sondern immer nur Kopien beifügen! Beim Anfertigen der Kopien sollte man auf eine gute Qualität achten. Graue oder streifige Duplikate hinterlassen einen schlechten Eindruck.

Eine Beglaubigung ist nur dann erforderlich, wenn dies ausdrücklich gewünscht wird. Schulen, Gemeinde- oder Stadtverwaltung und die Kirche nehmen Beglaubigungen gegen eine entsprechende Gebühr vor.

Pluspunkte erhält man dadurch, dass der Bewerbung Nachweise beigefügt werden, die das persönliche Interesse und die besondere Befähigung für die angestrebte Ausbildung zusätzlich unterstreichen. Bei den Bescheinigungen kann es sich z. B. um Zertifikate von freiwillig besuchten Seminaren wie EDV und Fremdsprachen handeln. Diese können auch in Volkshochschulen oder Bildungseinrichtungen erworben worden sein. Beizufügen sind ebenfalls Praktikumsbescheinigungen oder Nachweise von Fortbildungskursen. Bestätigungen über Ferienjobs können auch positiv wirken.

 

Foto

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das gilt in besonderer Weise für Bewerbungsfotos. Wer hier mit einem sympathischen Bild einen guten ersten Eindruck hinterlässt, hat bereits wichtige Punkte beisammen. Deshalb gilt: Finger weg von Automatenbildern, Urlaubsschnappschüssen oder Familienfotos. Bewerbungsfotos sollten vom Profi in einem Studio angefertigt werden. Und dabei gilt: Auf grelles Make-up oder schrille Frisuren sollte man wenigstens zum Fototermin verzichten. Stattdessen sind dezente Farben bei Kleidung und Make-up sowie ein gepflegtes Äußeres angesagt. Wer dann noch natürlich und sympathisch in die Kamera lächelt, hat gute Karten bei der Bewerberauswahl. Keine Sorge, hierbei geht es nicht um Punkte für Schönheit und Anmut. Betriebe suchen keine Models, sondern Auszubildende, die ihren Beruf erlernen möchten und zukünftig als qualifizierte Fachkräfte zum Geschäftsbetrieb etwas beizutragen haben.

Tipp: Am besten lässt man gleich mehrere Portraitaufnahmen beim Fotografen anfertigen. Danach kann man leichter auswählen und von den besten Bildern Abzüge bestellen. Ob man sich für Farb- oder Schwarz/Weiß-Bilder entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist: die Bilder sollten aktuell sein und nicht mehrere Jahre alt.

Auf der Rückseite des Fotos sollte der Namen und die Adresse notiert werden, bevor man es in der rechten oberen Ecke des Lebenslaufes oder einem gesonderten Deckblatt befestigt.

Tipp: Bei der Verwendung von Fotoecken kann das Bild bei eventuellen Absagen auch für spätere Bewerbungen noch einsetzen. Eine Befestigung mit Heftklammern ist Tabu!

 

Bevor die Unterlagen im Ausbildungsbetrieb persönlich abgegeben oder mit der Post losgeschickt werden, sollte man sie unbedingt einem letzten und gewissenhaften Check unterziehen. Auf diese Weise werden Flüchtigkeitsfehler vermieden.