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Praktikum

Um die Praxis kennen zu lernen, bietet das Schüler-Betriebs-Praktikum die beste Gelegenheit.

Das Praktikum erleichtert die Berufswahl und verringert das Risiko, eine Fehlentscheidung zu treffen. Daneben bringt es auch Vorteile bei der Bewerbung. Mit dem Nachweis von Praktika im Lebenslauf zeigt man, dass eine gute Vorbereitung auf das Arbeitsleben gegeben ist und man weiß, was einen erwartet. Wertvolle Pluspunkte, wenn es um die betriebliche Entscheidung geht, wer den freien Platz bekommt. Vielleicht hat einem das Praktikum ja auch so gut gefallen, dass man im jeweiligen Betrieb direkt eine Ausbildungsstelle anstrebt? Eine bessere Empfehlung als die, die man sich dann bereits selbst mit dem Praktikum ausgestellt hat, gibt's kaum.

Auch für Betriebe hat das Praktikum Vorteile.

-  Für Unternehmen bieten Praktika die Möglichkeit, potentielle Auszubildende frühzeitig und unverbindlich kennen zu lernen.

-  Die Gefahr, dass Auszubildende die Lehre vorzeitig abbrechen, ist wesentlich geringer, wenn diese sich vorher ein realistisches Bild vom Unternehmen und dem jeweiligen Ausbildungsberuf machen konnten.

Den passenden Betrieb finden

Wer sich auf einen bestimmten Beruf oder ein Berufsfeld festgelegt hat, startet mit der Recherche nach geeigneten Betriebsadressen. Einige Möglichkeiten, um fündig zu werden:

Die meisten Schulen verfügen über gute Betriebskontakte in der jeweiligen Region. Frag einfach Deine Lehrerinnen oder Lehrer, vielleicht haben diese ja schon etwas geeignetes parat.

In der Datenbank ausbildungsberechtigter Betriebe in NRW sind zahlreiche Betriebe des Handwerks zu finden.

Im Kreis der Familie, Nachbarn oder Bekannten gibt's meistens jemanden der einen kennt und eventuell einen ersten Kontakt herstellen kann.

Die Arbeitgeberverbände vor Ort, die Innungen, sind gleichfalls eine gute erste Anlaufstelle, um Betriebsempfehlungen zu bekommen. Die zuständige Innung findest Du über die Kreishandwerkerschaft (www.kh-net.de) in Deiner Region.


Eine gute Möglichkeit, geeignete Betriebe zu finden, bieten gleichfalls die Ausbildungsberatungen der Handwerkskammern.

Noch mehr über den Ablauf, wichtige Regeln und wie ein Praktikumszeugnis auszusehen hat, findest Du hier.

Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz hilft auch die Datenbank ausbildungsberechtigter Betriebe oder die Internet-Auftritte der Handwerkskammern, die gleichfalls Praktika-Börsen und ähnliches bieten. 

Praktikum ist nicht gleich Praktikum:

-  Schülerbetriebspraktikum: Pflichtpraktikum in den Klassen 9, 10 oder 11 der allgemein bildenden Schulen. Dauert in der Regel zwei oder drei Wochen.

-  Ferienpraktikum: freiwilliges Praktikum ohne schulischen Bezug. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Mehr als vier Wochen (20 Arbeitstage) pro Jahr sind für unter 18-Jährige nicht erlaubt.

-  Praktika, die im Rahmen einer schulischen Berufsausbildung oder eines Studiums, vorgeschrieben sind: unterliegen gesonderten Regelungen, die beim jeweiligen Träger zu erfragen sind.

Auch das Gesetz schreibt Regelungen für das Praktikum vor:

Das Jugendarbeitsschutzgesetz legt fest, unter welchen Bedingungen Schülerinnen und Schüler, die noch nicht 18 Jahre alt sind, in Betrieben als Praktikanten beschäftigt werden dürfen.

Mehr zum Praktikum auch hier.