Restaurator/in im Handwerk - Altes in neuem Glanz

Vor allem für Handwerksmeister aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, z. B. Maurer, Tischler, Maler und Lackierer, Steinmetzen und Steinbildhauer, aber auch Metallbauer eröffnet sich ein besonderer Fortbildungsweg, nämlich zum Restaurator im Handwerk. Restauratoren und Restauratorinnen im Handwerk leiten Restaurierungsarbeiten an und führen diese auch selbst aus. Sie konservieren, restaurieren, renovieren und rekonstruieren Originalsubstanz. Dabei setzen sie traditionelle historische Arbeitstechniken und Materialien sowie moderne Ersatzmittel ein.

Die Absolventen des Studiengangs Restaurator/-in im Handwerk qualifizieren sich als urteilsfähige Ansprechpartner für Denkmalbehörden sowie öffentliche und private Auftraggeber und sichern sich damit ein zusätzliches Standbein für zahlreiche Unternehmen. Zulassungsvoraussetzung ist die Meisterprüfung oder gleichwertige Berufsabschlüsse. Mit erfolgreichem Ablegen der 3 Teilprüfungen erhält der Absolvent das Recht, den durch die Handwerksordnung geschützten Titel Geprüfter Restaurator im jeweiligen Handwerk zu führen.

Das Programm zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung umfasst 550 Stunden und gliedert sich in drei Teile:

Fachübergreifender Teil:
Kunst- und Kulturgeschichte, Werkstoff- und Rechtskunde

Fachspezifischer Teil:
Historische Materialkunde und Anwendungstechniken, Restaurierungs- und Konstruktionstechniken

Projektteil mit einer Projektarbeit:
Bestandsaufnahme einer typischen Schadenssituation an einem Denkmal (gewerkspezifisches Fallbeispiel) unter Einsatz der Dokumentationsmittel Foto - Text - Zeichnung, Erarbeitung eines Restaurierungsvorschlags unter denkmalpflegerischen Kriterien und Erstellung einer Dokumentation als Prüfungsarbeit.

Der Studiengang dauert zwischen sechs und 18 Monaten. Weitere Infos z. B. unter www.akademie-des-handwerks.de oder in diesem Video.

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